Sabrina trifft… Karl „Karle“ Höb - ein echtes Ulmer Original!
Shownotes
Ein echtes Ulmer Original zu Gast bei „Sabrina trifft…“! Karl „Karle“ Höb ist Stadtführer, Musiker, Kabarettist und ein Mann mit vielen Gesichtern. Ob als Nachtwächter, Karl Keinstein oder Mister Glückwunsch – langweilig wird’s mit ihm garantiert nicht. Seine Ukulele begleitet ihn sogar unter Wasser und hoch hinaus beim Gleitschirmfliegen. Sabrina spricht mit ihm über seine Liebe zu Ulm, seine verrücktesten Abenteuer und die Geschichten hinter seinen vielen Rollen.
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00:00:01: Der Nachbar von Nebemann, Helden aus dem Alltag.
00:00:03: Promis und ganz besondere
00:00:05: Geschichten!
00:00:06: Das ist Sabrina Trift.
00:00:07: Tonau-Trei erfährt mit Sabrina Gander.
00:00:11: Er gehört zu einem der bekanntesten Ulmer Originale hat man mir im Vorfeld schon gesagt.
00:00:17: Und...der gebürtige Ulmer schlüpft gerne mal in Figuren die uns ich würde nur sagen zum Schmunzeln bringen dürfen.
00:00:24: Karl?
00:00:24: Carla Höb besser gesagt ist heute bei mir im Studio und ich sage erstmal schön, dass du hier bist Carla.
00:00:29: Freue mich natürlich auch ganz besonders.
00:00:31: Ich nehme mal an es wurden einige da jetzt an den Apparaten sitzen die sagen hey den kenne ich doch das ist doch der Karle oder auch manchmal der Johnny.
00:00:42: Und
00:00:43: woher kommt der Spitzname Johnny?
00:00:45: Der kommt daher, dass ich eigentlich Karl Heinrich Hüb heiße und meine Mutter hat eiskalt aus dem Heinrich weil den mochte sie nicht.
00:00:54: Hat sich dann Karl Heinz hüb gemacht?
00:00:57: in der Schule gab es einen weiteren Karl Heinze in meiner Klasse und da gab's immer Probleme und letztendlich haben wir zwei uns dann Beschlossen, du bist der Jimmy und ich bin der Johnny.
00:01:09: Und das ist mir geblieben bis zum heutigen Tage!
00:01:11: Aber sag mal die Figur Karl-Heinrich gibt es ja tatsächlich bei dir?
00:01:15: Das ist der Nachtwächter
00:01:15: oder?!
00:01:16: Ja genau, das ist Karl Heinrich der Nachtwechter.
00:01:19: Ich habe meine Namen sozusagen teilweise in die Rollen eingebaut so zu sagen...
00:01:27: Wo bist Du denn oft gewachsen?
00:01:28: ganz genau in Ulen?
00:01:29: Also ich bin eigentlich in Wieblingen geboren.
00:01:35: Meine Eltern sind dann relativ schnell auf den neu besiedelten Esilsberg umgesiedelt, der damals in den Fünfzigerjahren sozusagen also besiedelt wurde.
00:01:45: Also mit meiner Sturm- und Drangzeit meine ganze wichtigen Jahre habe ich eigentlich auf dem Esilsburg
00:01:51: verbracht.".
00:01:52: Und du hast vor allem Eltern die den zweiten Weltkrieg miterlebt haben?
00:01:55: Schätze auch einiges zu erzählen gehabt haben vielleicht ja?
00:01:58: Also mein Vater hat sich eigentlich in dieser Sache relativ bedeckt gehalten.
00:02:06: Hätte sicher einiges zu erzählen gehabt, aber da war das eigentlich nie so ein großes Thema.
00:02:13: Typisch
00:02:13: für diese Männergeneration auch?
00:02:15: Ja und auch meine Mutter.
00:02:18: In der Nachkriegszeit waren wir damit beschäftigt.
00:02:20: Wir waren letztendlich drei Kinder hier für die tägliche Versorgung zu sorgen und da gab es nicht so viel Gespräch jetzt.
00:02:29: Was war mal früher?
00:02:31: Das hat eigentlich in der Form später, ja als ich dann schon deutlich größer war, gab's mal das eine oder andere Gespräch.
00:02:39: Da hab mein Vater mir dann verschiedenes erzählt wo er jetzt während der Kriegszeit war.
00:02:44: aber das war sehr sehr bescheiden.
00:02:47: also muss ich ganz ehrlich sagen
00:02:48: was hat euch als Familie zusammen gehalten?
00:02:51: Ich
00:02:51: glaube dass meine Mutter war eine sehr ... eine Familienmama und auch mein Vater.
00:02:58: Die waren eigentlich beide Familienmenschen, kann man sagen?
00:03:01: Und was sie zusammengehalten hat, die haben sich mal irgendwannmals versprochen, dass sie bis an ihr Lebensende beieinanderbleiben wollen... Da wüsste ich jetzt nicht wo ich sagen könnte also das war jetzt das was sie zusammengehalten hatte.
00:03:18: Und der
00:03:19: Humor würdest du sagen den Humor denn du heute hast er kommt da her.
00:03:23: Meine Mama war eine gut verordete Dame aus dem ländlichen Bereich, in der Nähe von Räutlingen.
00:03:34: Mein Vater kam ebenfalls aus aus ländlichem Gebieten.
00:03:38: also das Humor hatten sie beide irgendwann irgendwie.
00:03:44: aber ich könnte jetzt nicht sagen dass sich jetzt eine Stimmungskanone oder weiß nicht wie man da sagen soll.
00:03:51: jetzt dazu Sie waren einfach bemüht, diese drei Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg in der Aufbaufase mit dem Täglichen zu versorgen und mein Vater war Bauschloser.
00:04:05: Und er hat in der Nachrichtzeit sehr viel nicht Bauaufträge sondern Aufträge aus der Nachbarschaft bekommen aus irgendwelchen Schrott irgendwie schnell mal was zusammenzuschweißen.
00:04:15: Der hatte uns zum Beispiel so ein kleinen Kindertisch Mit Stühlchen hat er uns zusammen Gebaut oder auch damals war ein Dreirad.
00:04:27: Das war ja was ganz Außergewöhnliches und für eine Familie, wir waren jetzt so in der sozialen Verordnung also nicht im bürgerlichen Mitte sondern eher ein bisschen weiter drunden und da war das dann schon toll.
00:04:43: dass Papa da so einen Dreirat zaubert hat auch viele andere Dinge repariert und für andere Leute entstanden gesetzt.
00:04:53: Und dafür gab es dann wieder Naturallien, da in Wiblingen wo wir am Anfang gelebt haben, gab es noch jede Menge Landwirtschaft.
00:05:03: Da konnte man dann sozusagen heute würde man sagen so wie ein Wind also ich schraube dir was Ich mach dir was, ich schweiß dir etwas und dafür gibt's was zu zu essen hat, so sage ich jetzt mal ganz.
00:05:16: Man muss aber schon Lebenskünstler sagen zu der Zeit.
00:05:19: also das
00:05:19: muss man jeder dazu sagen?
00:05:21: Also mein Vater war auch sehr, muss ich mal sagen für damalige Zeiten schon er hätte mal Bürgermeister werden sollen in einem kleinen Ort.
00:05:32: also er war schon obwohl er nur Bauchloser war im dem Szene war schon ein bisschen Also hier im Köpfchen schon orientiert, was geht so?
00:05:42: Was passiert so auf der Welt.
00:05:44: Aber er hatte das damals abgelehnt weil der größte Teil dieser kleinen Gemeinde war evangelisch und er war ein sehr bekennender Katholik muss man sagen und es konnte er dann für sich sozusagen nicht verantworten.
00:06:01: dass er... also heute würde man sagen ist crazy aber das war halt so
00:06:08: Werte treu, würde ich jetzt mal bezeichnen.
00:06:13: Ich habe das anfangs schon gesagt du bist ja gebürtiger Ulmer Du machst heute Stadtführungen bis Kabarettist und hast vor allem Figuren entwickelt mit denen du uns immer wieder begeistern darfst.
00:06:25: Das ist zum einen der Nachtwächter Karl Heinrich oder auch Karl Keinstein.
00:06:31: Wer ist das denn?
00:06:33: Also diese Entwicklung zu diesen Figuren begann eigentlich damit, dass mein Vater mit Löffeln ... hat der immer Musikstücke begleitet.
00:06:44: Also ich weiß nicht, kennst du das?
00:06:46: Mhm, klar!
00:06:46: Ja ja, also mit Löffern und dann kann man so einen Rhythmus machen... Und das hat mich als ein kleines Kind schon begeistert und daraus ist eigentlich die Liebe zum Drommeln geworden.
00:06:59: Über die Liebe zu drommeln ist dann die Liebe einer Band geworden.
00:07:04: Dann hat sich das Ganze so zu sagen immer weiter entwickelt eigentlich.
00:07:09: Ich habe lange Jahre in Coverbands in der Region gespielt und ich hatte vorher schon angedeutet, dass wenn das jemand hört da können es ein paar Auszubildende geben die ich über die Jahrzehnte hinweg betreuen durfte als Ausbilder.
00:07:22: Die waren dann sagen hey das ist ja der Johnny da!
00:07:25: Der war doch früher bei den Rabbits usw.
00:07:28: Und letztendlich war es dann aber so.
00:07:30: Ich habe mir gesagt, einige viele Jahre Coverband gemacht und dann kam aber zu der Zeitpunkt in Mitte der Achtziger wo ich dann sagte, ich muss ein bisschen oder ich möchte jetzt nochmal neue Türe aufstoßen und hab dann beschlossen, ich bin da eigentlich nicht der Johnny sondern ich bin eigentlich der Karl der Karle und habe dann begonnen so ein schwäbisches Dialektprojekt sozusagen an den Stadt zu bringen.
00:07:55: Und das hieß dann praktisch, Carly kommt und Carly geht auch.
00:08:00: Das war so die zwei Headliner.
00:08:02: Und daraus ist dann halt ... hat so eine Eigendynamik entwickelt.
00:08:06: Ich war dann einige Jahre im Theater in der Westentasche als Schauspieler.
00:08:10: Weil ich mein Grundmotor ist und bleibt Freude bereiten, bereitet mir Freude.
00:08:16: Damit ist eigentlich ziemlich viel eigentlich abgedeckt.
00:08:22: Wie gesagt es war So, dass verschiedene Fragen an mich kamen.
00:08:27: Da kam mal eine Anfrage, ob ich mittelalterliche Tafeleien begleiten könnte?
00:08:32: Das könnte ich doch machen!
00:08:34: Da habe ich dann damals auch gesagt, naja also weiß ich noch nicht, hab' ich noch nie gemacht.
00:08:39: Habe es da aber gemacht und jahrelang in Rotenburg-Upta-Tauber zwei-, dreimal den Monat mittellalterlichen Tafeletten begleitet.
00:08:46: Und da entstand dann weil du vorher das sagtest Nachtwächter.
00:08:51: Da entstand dann die Idee, jedes Mal wenn ich von Rotenburg zurückgefahren bin und noch in Ulmen der schönen Altstadt oder nochmal einen Absacker mir gegönnt habe, dachte ich mir immer wieder das ist so ein schönes tolle Altstadt.
00:09:04: Das ist Fischer Schiefer-Gerberviertel.
00:09:05: Warum haben wir nun keine Nachtwächter?
00:09:08: Und ich musste aber bei diesen Tafeleien am Schluss, musste ich sozusagen als Nachtwächter die Leute aus dieser Tafellei vorabschieden.
00:09:17: Das heißt ich hatte die Gewandung Neudeutsch Equipment und habe mir dann einfach mal gesagt, ich glaube, ich mach mal den Ulm.
00:09:26: Ich mache das mal.
00:09:27: Und das kam an oder?
00:09:29: Ja ja und dann hab' ich sozusagen mich selbst zum Nachtwächter von Ulmar nannt und hab' dann mal eine... Testführung gemacht und hab da eigentlich meine Schulkameraden und ein paar Freunde eingeladen.
00:09:40: Und auf irgendeinem Weg hat die Südwestpresse Wind davon bekommen, und hat dann zu meiner Präsentation, die ich eigentlich machen wollte für Freunde und Bekannte, die haben das einen Tag vorher, kam da so'n kleiner Anzeiger in der Südwäschpresse, Ulm hat wieder eine Nachtwächter usw.. Die Resonanz war, dass an dem Tag etwa dreiundfünfzig Leute in der Altstadt am Treffpunkt waren und da gernst nur zwei Dinge.
00:10:05: Entweder ich gehe wieder nach Hause oder ich ziehe das durch weil eine andere Möglichkeit gab es nicht.
00:10:10: also ich habe es durchgezogen.
00:10:11: die Presse hat gut darüber berichtet weil es hat auch wie man so schön sagt geknallt.
00:10:17: Daraus sind natürlich jetzt im Lauf der Zeit einige Figuren entstanden.
00:10:24: Also das heißt die Sachen Kamen schon immer auch zu dir.
00:10:27: Du musst es jetzt nie lange da sitzen, grübeln und überlegen Mensch was kann ich das als nächstes machen oder?
00:10:32: Das heißt eigentlich die Schauspielerei im Theater in der Westentasche.
00:10:35: Da hatte ich so Kontakt bekommen auf der Bühne.
00:10:38: Hey das fühlte mich wohl!
00:10:41: Da kann ich etwas tun.
00:10:42: Die Leute haben Freude Und mit dem Nachtwächter dann konnte ich das natürlich einbringen.
00:10:47: Das hat funktioniert und ich habe dann festgestellt, ich lauf jeden Tag jeden Nacht nicht am Geburtshaus von Albert Einstein vorbei sondern da wo sein Vater praktisch in einem Bettenfedern-Geschäft mitbetrieben hatte... ...und dann dachte ich mir Menschenskinder um Alleinstellungsmark mal!
00:11:03: Albert Einstein die Geburtstadt!
00:11:05: Warum geht hier so wenig oder so eigentlich?
00:11:08: Nicht so richtig damals.
00:11:10: es war wie Jahr zwei tausendzehnet war.
00:11:13: Und dann habe ich mich entschlossen, ich gehe da mal rein.
00:11:15: Ich mach da mal was!
00:11:17: Dein Motto glaube ich.
00:11:18: Du gehörst sicher zu den bekanntesten Stadtführern... In der Region.
00:11:22: sicher, weil wir haben vorhin schon über den Nachtwächter geredet, denen du einfach initiiert hast.
00:11:27: Mit denen du dann ziemlich erfolgreich gleich stattfroren gemacht hast und hast dann festgestellt Mensch, aber da anstatt läuft hier eigentlich gar nicht mehr durch die Gassen Und hast auch da eine Figur wieder ja zurück eigentlich ins Leben dieser Stadt geholt?
00:11:41: Es war einfach so wie gesagt dass ich da immer in diesem Haus vorbei gelaufen bin und dann habe ich mir gesagt Da muss was passieren.
00:11:47: Da ich grundsätzlich es so versuche Ich hätte jetzt auch als normaler Mensch über Albert Einstein berichten können, aber das ist mir zu wenig im Grundsatz.
00:11:59: Dann habe ich mich dazu entschlossen eine Kunstfigur zu generieren.
00:12:05: in diesem Falle war es der Karl Keinstein weil auf keinen Fall Albert Einstein.
00:12:13: Aber er lebt und kann berichten und das hat auch recht gut, glaube ich so wie nicht die Menschen wenn sie dann immer danach berichten.
00:12:25: Hat ganz einen ganz guten Anklang gefunden und so ging es dann auch praktisch mit dem Stadtmusikanten den ich dann habe.
00:12:34: Ich bin selber ja ein bisschen musikalisch und da hab' ich mir gedacht weil die Menschen mich gefragt haben machen Sie auch tagsüber irgendwas?
00:12:41: Haben sich auch tags über.
00:12:42: eine Führung des Nachtwächter-Ding war sehr schön Und da kam der Einstein und dann der Stadtmusikant.
00:12:50: Das ist eine sehr musikalische Erführung in schöner Gewandung, weil Stadtmusikaner damals bei wichtigen Anlässen waren die sehr gut gewandet und vor allen Dingen kann ich da ein wunderschöner Sal von einem ... Patricia, der hat sich diesen Saal eingebaut und da gibt es dann auch immer ein kleines Mini-Konzertchen.
00:13:14: Und macht mir sehr viel Freude!
00:13:17: Dann gab's den Gesicht mit dem Brunnenmeister.
00:13:19: Ulm hat ein Wassermuseum... Was hier
00:13:21: viele nicht wissen.
00:13:22: übrigens muss man jemals sagen.
00:13:24: Bitte?
00:13:25: Was ja viele nicht wissen.
00:13:26: Ja,
00:13:26: genau!
00:13:26: Ich wollte gerade sagen...viele wissen das eigentlich gar nicht und sind dann immer hoch erstaunt wenn ich sie dort als Brunnenmeister in die Gänge hinunterführe.
00:13:35: und auch an einem Ort in der Stadtmauer gibt es ein schön ausgestattetes Museum also mit schönen Displays und schön viel Information und die Leute sind da immer ganz erstaundt.
00:13:48: wenn ich ihnen das dann immer zeigen darf Das glaube ich.
00:13:53: Was hast du denn eigentlich über die Stadt entdeckt durch diese ganzen Stadtführungen?
00:13:58: Gab es da auch was, wo du dir gedacht hast, wow das habe ich noch nie im
00:14:01: Kopf gehabt?
00:14:01: Also ich muss jetzt ganz ehrlich gestehen jede Menge, jede Menge.
00:14:06: Ganz ehrlich gesagt wenn du mich vor sagen wir mal was haben wir jetzt, zwanzig sechsundzwanzig, wenn du dich im Jahr zwei tausendsechs also da war ich immerhin auch schon ein paar Jahre alt gefragt hättest Albert Einstein Ist da irgendwas?
00:14:21: Ich hätte wahrscheinlich nicht auf Anhieb sagen können, wenn ich nachgedacht hätte.
00:14:25: Hätte ich gesagt ja okay das ist glaube ich in Ulm geboren oder dass Ulm neben Augsburg und Lübeck erführend waren in der Wasserversorgung im frühen Mittelalter?
00:14:34: oder die ganzen Themen zum Münster was es da alles gibt warum der Turm heute noch steht was für eine geniale Technik dahinter steckt und also da kann ich schlichtweg nur sagen unglaublich viel.
00:14:49: Ich denke mir manchmal Menschen's Kinder, du bist in einer Stadt geboren und groß geworden.
00:14:53: Und wenn du diese Stadtführungsgeschichte nicht sozusagen an den Staat gebracht hättest... Was wärst du für ein Dilettant?
00:15:01: Was deine eigene Stadt
00:15:02: erbelangt.
00:15:04: Kale höpest heute bei mir, wir reden gleich weiter auch warum seine Ukulele schon Fliegen gelernt hat.
00:15:10: und jetzt weiß ich aber auch dass Du eine ganz besondere ukulele hast.
00:15:15: die war schon beim tauchen in Indonesien dabei um bei einem Gleitschirmflug über dem Nebelhorn.
00:15:21: Warum bitte?
00:15:23: Die Ukulee habe ich geschenkt bekommen zum als Abschlussgeschenk von einer Gruppe auszubildender, die ich offensichtlich ganz brauchbar durch ihre Ausbildungszeit begleitet habe.
00:15:37: Und das war ein absolutes tolles Geschenk!
00:15:41: Ich war da geplettet, wie man so schön sagt und dann waren sie aber sehr enttäuscht weil bei dieser Abschlussfeier sollte ich dann auch mit diesem Instrument gleich spielen und eine Ukulele ist leider geht ein bisschen anders als wie eine Gitarre.
00:15:53: jetzt konnte ich an diesem Tag mir das geschenkt wurde, konnte ich leider nichts spielen.
00:15:58: Und dann habe ich ein Versprechen den Auszubildenden gegeben dieses Instrument wird mich begleiten wohin ich auch gehe und ich hab es also tatsächlich durchgezogen schon beim Skifahren auf der Hütte manchmal.
00:16:13: und dann wie du gerade sagtest ein persönliches Highlight war für mich als ich den Pyloten überraschen konnte Der hat es nicht gemerkt, weil die U-Kolele war hinten hinter meiner Windlage versteckt.
00:16:27: Und als wir dann so etwa auf, glaube ich, zweieinhalb Tausend oberhalb vom Nebelhorn waren habe ich das Ding hervorgeholt und hab dann sozusagen über den Wolken intoniert.
00:16:35: Dann war der natürlich von der Rolle!
00:16:38: Und so war's auch, als ich jetzt letztes Jahr beim tauchen war – tauchen ist mein kleines größeres Hobby – da war die dann auch dabei oder in... Flugzeugen.
00:16:50: schon musste sie mal auf einem separaten, das war in Kuba.
00:16:54: Da musste die tatsächlich auf einen separaten Sitz aus irgendwelchen Gründen untergebracht worden.
00:17:01: ich weiß nicht mehr wieso.
00:17:03: So war es mit der Ukulele und die wird mich begleiten.
00:17:07: Sie ist auch natürlich hier bei mir und ist immer dabei.
00:17:14: Du kennst jetzt diese Stadt und diesen Menschen, die Geschichte.
00:17:17: Wie kaum ein anderer würde ich jetzt mal behaupten weil du dich so reingearbeitet hast durch all diese Figuren mit denen du ja nicht nur Kabarett machst sondern eben die Stadtführungen und auf dem Bühnen unterwegs war es die letzten Jahre.
00:17:30: Und wenn's manchmal auch die Erstfaltbühne ist Was würdest du sagen macht Ulm für dich jetzt so liebenswert?
00:17:37: Also Ulm sag' ich immer zu meinen Besuchen Ist eine kleine feine Großstadt Das heißt, er hat etwas über hunderttausend da.
00:17:46: Hundertdreißig glaube ich sind, wen momentet war und sie hat alles was der Mensch so braucht kulturell Freizeit und so weiter.
00:17:56: Es ist eigentlich alles da es ist alles relativ nahe Und wenn man wenn man's mal ganz dicke will dann hat man die zwei Großzentren München und Stuttgart.
00:18:05: Da geht natürlich da geht wes nicht mehr.
00:18:09: aber in Ulm ist das einfach noch Händelbar und wir haben sehr schöne Stadtkanne.
00:18:16: Es ist nicht nur das Fischerschiffe- und Garberviertel, es gibt auch auf dem Kreuz.
00:18:21: Das ist ein sehr aufwendig renoviertes Altstadtgebiet in der Oststadt.
00:18:28: Wir haben Modernes, wir haben Historisches, vor allen Dingen natürlich durch die Universität, die uns bekommen konnten.
00:18:39: Wie nennt man so was?
00:18:41: So eine Spritze.
00:18:43: Einmal so ein Push.
00:18:44: Die Jugend, über Zehntausend Studenten glaube ich und die machen natürlich auch ganz schön Laune und Sorgen für Leben in dieser Stadt, glaube
00:18:56: ich.
00:18:56: Das glaube ich ja auch.
00:18:58: Sag mal Kalle gibt es für dich Lieblingsplätze?
00:19:01: Ja, Lieblungsplätze gibt es.
00:19:03: Es ist eigentlich hauptsächlich einer und der ist leider nicht in Ulm sondern er ist bei mir zu Hause in meinem Denkerstuhl.
00:19:13: Da lehne ich mich zurück und freue mich auf die nächste Führung, die ich habe.
00:19:17: überlege mir was kannst besser machen und selber hat eine Menge nette Plätze die Friedrichsau unten, Relaxingphase Hochstress oben.
00:19:28: da gehe ich gerne so mal.
00:19:32: ja da wandere Was heißt Wanderich?
00:19:34: Da gehe ich gerne mal so ein langes Hochweg.
00:19:36: Man kann ins Donautal, ins Blautal schauen das Münster und kann sich ein bisschen runterholen wie man es so schön sagt.
00:19:44: dann wie gesagt in der Altstadt gibt es natürlich schöne Plätze auf meinem geliebten Eselsberg.
00:19:49: da ist natürlich sehr viel
00:19:51: Kindheit
00:19:52: sehr viel gebaut worden, sehr, sehr viel.
00:19:54: Und da wo ich früher Frösche gefangen habe und Molche und was weiß ich?
00:19:58: Was alles in diesen Bomben trichtern... Da sind alle natürlich nicht mehr da.
00:20:02: Da steht jetzt Modanz das für die Wissenschaft natürlich von großer Bedeutung herum.
00:20:10: Also der ist ganz schön zugebaut!
00:20:12: Warum würdest du sagen sollte jeder Ulmer einmal im Leben eine Stadtführung durch seine eigene Stadt machen?
00:20:18: Weil man von seiner eigenen Stadt Ich habe das ja vorher gesagt, wie wenig man im Grunde genommen weiß und ich stelle es jedes Mal wieder fest.
00:20:28: Ich habe auch so ein paar Fixpunkte.
00:20:30: wenn ich mit Leuten gehe dann sage ich ihnen da ist das und das, wo was?
00:20:35: Ja das steht aber schon seit zwanzig Jahren da!
00:20:37: Was
00:20:38: ehrlich?
00:20:39: Habe ich noch nie gesehen.
00:20:40: und was ich damit sagen will ist also eine wird vielleicht gar nicht reichen um seine eigene Stadt.
00:20:50: und in Ulm ist es halt durch diese Freie Reichstadt von über tausend Jahren.
00:20:56: Und Alter da ist unglaublich viel da, wenn ich ein Bibel hingeh' an die Bibliothek und als Discloster und Mönster...
00:21:04: Es hört nicht mehr auf!
00:21:05: Hochschule für Gestaltung
00:21:07: ...und jetzt erneuer Albert Anstand Discovery Center.
00:21:10: gilt's hier auch zu entdecken?
00:21:11: Ja,
00:21:12: ja.
00:21:12: Ich bin natürlich hoffend dass sich das noch während meiner meiner Daseinszeit erleben kann.
00:21:19: Ich bin ja in diesem Verein Albert Einstein des Cury Center Mitglied und seit langer, langer Zeit.
00:21:25: und der erste Schritt ist getan indem ein kleines Museum die Einsteins jetzt sozusagen eröffnet wurde.
00:21:34: und dann also der Platz wo das Geburtshaus von Albert Einstein war ist auch mittlerweile etwas belebter.
00:21:42: es gibt dort den Treppenabgang Also in kurzen Zügen seine Vita nachvollziehen kann, in Deutsch und Englisch.
00:21:51: Dann gibt es das Max-Bildenckmal Und der Grundriss vom Geburtshaus ist dort eingelassen als mit einem breiten Messingband.
00:22:02: Es wird schon einiges geschehen.
00:22:06: Wenn das Discovery Center noch kommt dann ist die Sache perfekt
00:22:10: Das glaube ich auch.
00:22:11: und bis dahin kann man mit dir, mit Karl Keinstein oder auch mit dem Nachtwächter.
00:22:16: Oder auch mit einer Musikführung diese Stadt noch mal ganz anders erleben!
00:22:20: Karle-Hüb ist auf jeden Fall der richtige Ansprechpartner wenn es um all das geht.
00:22:25: Vielen Dank dass du heute hier warst Und uns wenigstens ein paar Einblicke gegeben hast und dein Lieblingsplatz verraten hast.
00:22:31: Danke dir Kalle.
00:22:32: Ja auch ich bedanke mich und gute Zeit wünsche ich.
00:22:36: Der Nachbar von nebenan, Helden aus dem Alltag, Promis und ganz besondere Geschichten.
00:22:41: Das ist Sabrina Trift.
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