Sabrina trifft Dr. Wolfgang Kreißig: Zwischen Medien und Olympia
Shownotes
Seit 2017 steht Dr. Wolfgang Kreißig an der Spitze der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. Im Gespräch mit Sabrina Gander erklärt er, welche Rolle die LFK für private Radio- und Fernsehsender spielt und warum längst auch Plattformen, Influencer, Jugendschutz und Medienkompetenz zu ihren Aufgaben gehören.
Kreißig spricht über sinkende Werbeeinnahmen klassischer Medien, die wachsende Konkurrenz durch digitale Plattformen und die Zukunft lokaler Sender. Dabei geht es auch um den Einsatz künstlicher Intelligenz, journalistische Verlässlichkeit und die Frage, wie regionale Inhalte auf unterschiedlichen Kanälen sichtbar bleiben.
Vor seiner Laufbahn als Jurist und Behördenleiter gehörte Kreißig zur internationalen Spitze im Hochsprung. Er erreichte die Olympiafinals 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney. In der Folge erzählt er, wie ihn diese Jahre geprägt haben, weshalb Disziplin bis heute eine wichtige Rolle spielt und warum er sich inzwischen mehr Zeit für Reisen und die Natur wünscht.
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00:00:02: Der Nachbar von nebenan, Helden aus dem Alltag, Promis und ganz besondere Geschichten.
00:00:07: Das ist Sabrina Trift.
00:00:12: Ich glaube, das ist jetzt echt Premiere.
00:00:15: Dass ein Präsident hier bei uns im Studio Platz genommen hat.
00:00:20: Er leitet seit zwei tausend siebzehn die LFK, die wir gleich vielleicht noch ein bisschen mehr erläutern für alle, die Bob keine Ahnung haben von was wir da gerade sprechen auf jeden Fall freue ich mich dass Doktor Wolfgang Kreisig bei mir heute im Studio ist.
00:00:33: schön, dass Sie hier sind herzlich willkommen!
00:00:35: Ja ich freu mich ja auch.
00:00:36: vielen Dank für die Einladung
00:00:37: Sehr gerne.
00:00:38: Lfk kennen wir Medienleute ziemlich gut und können locker von der Zunge sprechen, wenn Sie es jemanden erklären müssen, der mit den Medien so gar nichts zu tun hat?
00:00:49: Und was kümmert sich die LfK?
00:00:50: Ja, die LFK ist ja auch nur eine Kurzform vom Landesanstalt für Kommunikation – das ist die Landesmedienanstalt Und wir kümmern uns ein wenig um den privaten Rundfunk.
00:01:01: Das heißt, wir schauen darauf dass die Rundfunktion in Branden-Württemberg die Regeln einhalten, die es gibt was sie aber auch in der Regel tun.
00:01:09: Aber das sind noch die Aufgaben aus den Anfängen der LFK in den Achtzigerjahren, als die gesamte Rundfunklandschaft gestaltet wurden.
00:01:17: Das ist über die Medienanstalten gelaufen.
00:01:19: Das Bundesfassungsgericht hat damals gesagt ja es darf neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfang auch private Rundpfungveranstaltungen geben.
00:01:25: aber Es soll auch eine Aufsicht geben!
00:01:27: Das waren die Medien anstalten und heutzutage machen wir viel mehr als nur die Aufsichts und als die Gestaltung der Rundfundlandschaft, die ja jetzt schon Gott sei Dank seit langem existentes und sich etabliert hat sondern wir schauen auch auf plattformen auf Influenza, auf alles was im Internet so ist kümmern uns um Jugendschutz Medienkompetenz und um Forschung.
00:01:46: also vieles mehr hat sich da entwickelt.
00:01:49: Und ja wir fühlen uns direkt am Puls der Zeit bei den ganzen Themen.
00:01:53: Ja, das glaube ich.
00:01:53: Ich kann mir vorstellen dass es auch so ein bisschen ausufernd manchmal ist wenn man sich nämlich nicht nur über Radio und Fernsehen unterhält sondern eben über vieles mehr.
00:02:01: bevor wir das aber tun und auch schauen was die Landesmedienanstalt zu macht oder Sieg war amt zu tun wollen wir doch mal auch gucken wer Dr.
00:02:10: Wolfgang Kreisig persönlich ist.
00:02:12: Das kleine Wörtchen Doktor hat einen besonderen Hintergrund.
00:02:17: Was haben sie studiert?
00:02:18: Ich habe Jura studiert.
00:02:20: Was relativ passend ist für diesen Job, also viele Kolleginnen und Kollegen sind auch Juristen müssen aber keine sein Und ich hab eine Doktorarbeit geschrieben in diesem Bereich.
00:02:28: Sie waren Richter- und Staatsanwalt oder?
00:02:30: Das auch, auch Anwalt!
00:02:31: Ich hab alles mal ausprobiert.
00:02:32: Insofern habe ich einen ganz guten Überblick über so die klassischen juristischen Berufe.
00:02:36: Ja das stimmt.
00:02:37: War es immer schon ihr Wunsch, Jura zu studieren?
00:02:40: Oder war es zur Zeit wo sie sich gedacht haben, warum eigentlich nicht statt Sport?
00:02:45: ja nein Klar, dass es dem Alter, wenn man aus der Schule kommt hat ja jeder irgendwie dieselben Gedanken.
00:02:51: was mache ich jetzt?
00:02:51: Was passt zu mir?
00:02:53: und damals bin ich auf Jura gekommen.
00:02:55: Und ich muss sagen im Ergebnis hat das wirklich gepasst.
00:02:57: Das Studium hat mir gelegen und ihr habt's auch ganz gut abgeschlossen.
00:03:01: insofern glaube ich schon, dass das etwas passendes war.
00:03:03: Ich habe immer noch Spaß daran auch mal juristische Fälle auch abseits des Medienrechts ein bisschen im Ehrenamt beispielsweise zu bearbeiten.
00:03:11: Insofern glaub ich war das damals schon der richtige Pick.
00:03:14: Wie kommt man denn dann zu diesem Amt, das Sie jetzt innehaben?
00:03:17: Ja, das war tatsächlich etwas zufällig.
00:03:20: Weil ich ja verschiedene berufliche Stationen durchlaufen habe – sie hatten es ja gerade schon erwähnt und als ich dann richter war, da gibt's auch die Möglichkeit einer Ordnung an ein anderes Ministerium.
00:03:31: Und das war in diesem Fall nicht das Justizministerium, sondern das Staatsministerium und da liegt die Medienpolitik.
00:03:36: und dann durfte ich jeden diesem Referat arbeiten und fand es so spannend dass sich irgendwann gesagt habe ich möchte länger bleiben als der Referatsleiter dann gewechselt hat.
00:03:44: Dann haben sie mich gefragt ob ich das nicht machen wollte und das war eine gute Gelegenheit.
00:03:48: und dann hatte ich schon mit dem Thema Medienrecht Medienpolitik viel zu tun Und irgendwann wurde dann die Stelle des LFK-Präsidenten frei.
00:03:55: Die wird ausgeschrieben, man wird auch gewählt damals noch vom Landtag.
00:03:59: Das ist eine auch Amtszeit begrenzt also erst mal für sechs Jahre und da kann man sich wiederbewerben und wurde damals gewählt und ja seitdem und nochmal gewählt dann diesmal vom Medienrat.
00:04:10: das ist mein Geremium dass mich beaufsichtigt haben.
00:04:14: sie habe ich jetzt gewählt.
00:04:16: Insofern ist meine zweite Amtzeit und so kam es dazu.
00:04:20: Erinnern Sie sich an den Tag, als Sie erfahren haben, sie werden jetzt der Präsident der Landesmedienanstalt?
00:04:25: Oder haben Sie das einfach so hingenommen akzeptiert und gesagt gut mache ich da halt weiter.
00:04:29: Ja nein!
00:04:31: Ich kann mich an beide Tage erinnern.
00:04:33: Der eine Tag war ja noch sozusagen etwas spannender.
00:04:36: Das erste Mal gab es diese Wahl im Landtag also bin ich in den Landtag gelaufen und die Besonderheit ist dass der LfK-Präsident ja Staatsfernsehen sein muss und das spiegelt sich in der Regelung wieder, dass ein Präsident auch zwei Drittel der Stimmen im Landtag bekommen muss.
00:04:54: Das heißt so parteiübergreifend!
00:04:57: Insofern ist es natürlich immer etwas spannend gelingt das jetzt obwohl man natürlich sicher ist, dass es dann gelingt und es ist dann auch gelungen und das zweite Mal war es dann etwas kleiner nicht mehr am Landtags sondern im Medienrat.
00:05:06: da wurde die Stelle ausgeschrieben.
00:05:08: ich war der einzige Bewerber und da war es noch etwas naheliegender, dass
00:05:12: Bei mir ist heute der LfK-Präsident Dr.
00:05:14: Wolfgang Kreisig und ich freue mich, seit Jahrzehnte im Amt wurden schon wieder gewählt.
00:05:20: Anscheinend machen Sie vieles richtig.
00:05:21: oder haben Sie auch mal irgendetwas gemacht wo sie sich gedacht haben Mist das war jetzt so ein Meter daneben?
00:05:26: Also es gibt's ja immer dass man sich hinter fragt habe ich da die richtige Entscheidung getroffen oder hätte eine bessere Lösung gegeben?
00:05:33: das selbstverständlich könnte jetzt gar nicht so die Fälle herausgreifen aber es geht doch jedem so.
00:05:38: bei komplexen Fragen da gibts immer verschiedene Wege.
00:05:42: Ich habe mich immer daran gehalten, dass ich gesagt habe, okay.
00:05:44: Ich muss eine vertretbare Lösung finden die auch gut argumentieren kann.
00:05:48: und wenn ich es auch erklären kann warum ich eine bestimmte Entscheidung getroffen haben dann fühle ich mich auch sicher.
00:05:53: aber wenn ich jetzt irgendwas mache wo ich sage eigentlich habe ich keine vernünftige Erklärung warum das so gelaufen ist dann ist es glaube ich der falsche Fahrt.
00:06:00: da bin ich eher so sozusagen mal kopfgesteuert dass ich sage ok Und wie sachlich nachvollziehbar ist, dann muss es auch eigentlich für andere verständlich sein.
00:06:09: Manchmal trifft einer etwas bessere, man kann eine schlechte Entscheidung.
00:06:12: Aber so ist das, aber ich glaube schon auch dass in der Mehrzahl der Fälle die Entscheidung gut waren und wichtig ist vor allem die Kommunikation.
00:06:19: Dass man mit den Betroffenen eben spricht sich verständlich macht und das glaube ich gehört zum Job dazu, dass man nicht einfach von oben etwas entscheidet sondern auch zwischendurch währenddessen kommuniziert erklärt mitnimmt und dann funktioniert es ganz gut.
00:06:33: Das war sehr abstrakt.
00:06:34: was doch immer Sie damit gemeint haben.
00:06:36: Man merkt ein bisschen dass er Jura studiert hat.
00:06:39: Herr Dr.
00:06:39: Krasig Wir schon mal auf, klar das liegt mir am Herzen.
00:06:43: Privates Radio, privates Fernsehen... Als sie im Jahr zwei Tausend Siebzehnte ins Amt gekommen sind sah die Welt noch ein bisschen anders aus.
00:06:50: Dann kam die Pandemie.
00:06:51: jetzt hat sich wieder einiges verändert durch KI.
00:06:54: Ich kann mir vorstellen dass damit ja auch verbunden viele Ängste einfach da sind unter den Radio und Fernsehmachern weil man sich fragte okay wie halten wir Schritt?
00:07:06: was sehen sie in der Zukunft für Privates Radio, privates Fernsehen als größte Herausforderung.
00:07:12: Ja das ist sicherlich die große Konkurrenz, die entstanden ist.
00:07:16: Privates radio zeichnet sich im Vergleich zum öffentlich-rechtlichen Hundfunk dadurch aus dass sie sich selber refinanzieren muss.
00:07:23: Das heißt ich brauche Geschäftsmodelle die funktionieren und es ist einfach faktisch so dass mittlerweile oder mehr als fünfzig Prozent der Werbe erlöse im Medienbereich an die großen digitalen Plattform laufen.
00:07:34: Und das bedeutet fünfzig prozent, der Erlöße weniger für den klassischen Rundfunk und anderen Medienunternehmen.
00:07:42: Insofern ist es natürlich eine riesige Transformation, die da stattfindet allein von den Geldflüssen her.
00:07:47: Ja und das ist eine Herausforderung, deswegen muss man immer intelligentere Lösungen auch bei den Veranstaltungen finden.
00:07:52: Wie kann ich noch effizienter werden?
00:07:54: Dabei ist sicherlich auch KI ein Faktor der da eine Rolle spielen könnte im Positiven in diesem Sinne.
00:08:00: Aber trotzdem sind das Herausforderungen.
00:08:02: Deswegen als Medienanstalt sehen wir uns auch eher in der Branche als Enabler, also er möglicher.
00:08:06: Ich frage eher mal nach bei der Branche wie braucht es denn?
00:08:09: Wie ist es für euch gut?
00:08:10: Wie müssen die Rahmenbedingungen aussehen damit ihr auch noch gut wird schaffen könnt?
00:08:14: und so kommen wir ein gutes Gespräch.
00:08:16: Und das ist unheimlich wichtig dass man einfach zuhört und fragt wie kann's dann sein?
00:08:19: weil wir als Behörde können das gar nicht mehr entscheiden.
00:08:22: Dafür sind die Dinge zu komplex.
00:08:23: Wir müssen eher auf die Veranstaltung dazu gehen und sagen okay wie können was gemeinsam schaffen?
00:08:29: Landschaft so vital bleibt und vielfältig, da setzen wir uns gemeinsam dafür ein.
00:08:34: Und wie supportet dann die Landesmedienanstalt?
00:08:37: Die einzelnen Betreiber?
00:08:39: Gut es gibt einerseits Fördermöglichkeiten das heißt wir nehmen ganz konkret Geld in die Hand und unterstützen im Bereich der Infrastruktur.
00:08:46: also wenn ich zum Beispiel In meinem Radius ist es so, dass wir sowohl den UKW-Ausspielweg haben als auch den Digitalradioauspielweg.
00:08:53: Das sind getrennte Ausspielwege die jeweils unterschiedliche Standorte, Antennen und so weiter Technik benötigen.
00:09:00: das kostet also quasi doppelt lässt sich aber doppelt nicht refinanzieren.
00:09:03: da versuchen wir zu unterstützen beispielsweise oder auch in der volontärs Ausbildung weil wir finden das ist wichtiges Nachwuchs zu schaffen bei den Radioanbietern da und stützen wir jedes Volontariat, was zusätzlich dazu kommt.
00:09:17: Das sind so Dinge die wir tun können.
00:09:18: aber auch ganz konkret können wir fragen okay wie soll denn die Digital Radiolandschaft aussehen?
00:09:23: Wie wollen wir sie...wie wollen wir die Frequenzen strukturieren?
00:09:27: Und da haben wir ja auch Möglichkeiten auszuwählen welchen Weg wir gehen.
00:09:32: und dann geben wir gerne den Weg wo die Veranstalter sagen, damit fühlen wir uns auch wohl.
00:09:38: Was sind denn so die Lowlights, wenn wir mal darüber nachdenken?
00:09:41: Was ist denn nicht so gut gelaufen in der Medienlandschaft im Baden-Württemberg wo sie sich gewünscht hätten.
00:09:47: Mensch das hätte ihr alle ein bisschen anders machen können.
00:09:50: gibt's da was
00:09:51: eigentlich nicht?
00:09:51: also ich muss sagen dass wir immer an einem sehr guten Austausch sind mit den Radiofahrenstall.
00:09:56: dann es war in den letzten Monaten sicherlich so dass wir gesagt haben eine andere Stelle werden uns mehr ja Zusammenhalt in der Branche auch Mal gewünschte weil wir wie ich schon in schon mal geäußert hätte, gemeinsam vorangehen wollen und das jetzt voraus, dass sich auch die Radiolandschaft gemeinsam zu etwas committet.
00:10:16: Und was natürlich ist, auch manchmal gibt es eine Radiolandwirtschaft weil sie auch herausfordern wird, die Rahmenbedingungen hat mir schon angesprochen auch mal so, dass man unterschiedlicher Auffassung ist und das war in den letzten Monaten ab und zu der Fall wo ich gesagt habe, ich hätte mir gewünscht mehr Gemeinsamkeit an dieser Stelle.
00:10:31: Das ist aber überwunden Und deswegen führt eben auch alles wieder zum Guten und jetzt können wir wieder gemeinsam nach vorne schauen.
00:10:37: Das sind so Dinge, ja die am Ende dann gut ausgehen aber wo es zwischendrin ein bisschen hakelig war das kann ja vorkommen.
00:10:43: also das ist ja auch noch mal.
00:10:44: Am ende handelt sich um Wirtschaftsunternehmen und jeder muss gucken wie er dann auch selbst finanzieren kann.
00:10:49: da kann man schon unterschiedlicher Meinung sein.
00:10:51: Man muss denke ich als Präsident schön schauen dass man niemanden bevorzugt oder?
00:10:55: Absolut, wir schauen ganz neutral drauf.
00:10:57: Wir haben ja die Aufgabe für Meinungsvielfalt zu sorgen und das ist sozusagen immer der Maßstab für uns aber natürlich auch der Maßstäb immer zunehmend.
00:11:07: Wir müssen auch rahmbedinglich schaffen, die eben die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen auch sichert.
00:11:11: Das sind schon sicherlich zwei Standbeine.
00:11:13: Früher war mehr die Vielfalt im Vordergrund jetzt wirklich beides sehr wichtig geworden.
00:11:17: Die Pandemie hat glaube ich vieles verändert.
00:11:19: KI tut es gerade aktuell wieder in einem ganz anderen Tempo nochmal.
00:11:25: Ich hatte schon manchmal das Gefühl, dass wir so vielleicht auch in Deutschland insgesamt ein bisschen nachhinken also dass wir nicht immer so schnell sind jeden Trend den es gibt schnell umsetzen sondern immer mal so ein paar Meter länger brauchen als vielleicht andere Länder.
00:11:39: haben sie das auch das Gefühl oder holen wir gerade wieder richtig auf?
00:11:43: Ja das Gefühl habe ich durchaus, dass wir uns immer etwas mehr Gedanken machen ob etwas funktionieren könnte.
00:11:50: Ob es gut ist, dass man KI einsetzt.
00:11:53: wobei ich im Medienbereich ganz klar sagen muss, ist eigentlich die richtige Entscheidung langsam ran zu gehen.
00:11:59: und KI verändert tatsächlich auch die Medienlandschaft.
00:12:01: und vor allem ich sage immer die Medienveranstalter haben Mit KI mehr Verantwortung, denn mit KI darf auch weniger schief gehen.
00:12:09: Denn die KI hat so ihre Eigenheiten, sie halluciniert, sie führt auch manchmal zu falschen und nicht so guten Ergebnissen.
00:12:18: Und gerade in der Medienbranche, wo es auch Informationen und Nachrichten anbelangt.
00:12:21: Da ist ja Verlässlichkeit ganz wichtig!
00:12:22: Und grade für die User, die wollen ja auch sagen Ja ich habe hier eine verlässliche Information bei meinem lokalen Radio beim einem lokalem Fernsehveranstalter.
00:12:31: Darauf will ich mich verlassen können.
00:12:32: deswegen darf da nicht schief gehen und deswegen war's glaube ich ein guter Schritt etwas langsamer ranzugehen sich zuerst überlegen okay wie können wir das machen?
00:12:39: Wie können wir verantwortlich mit KI umgehen?
00:12:42: und dass ist ganz gut gelungen.
00:12:43: Ich glaube in jedem Unternehmen wird KI jetzt zum Einsatz gebracht und Fernsehveranstaltern, aber in einer verantwortlichen Art und Weise.
00:12:52: Und das finde ich
00:12:53: gut.".
00:12:53: Aber ist Radio-Zweitausendsechs immer noch nur noch Radio oder muss es denn nicht auch noch breiter aufgestellt sein?
00:13:01: Ja, fast jeder Redakteur heutzutage ist großmedial unterwegs.
00:13:05: Er kann mit dem klassischen Radio umgehen, er kann auch eine Handykamera bedienen und auch mal ein Filmchen schneiden.
00:13:13: Man ist ja vielfältiger geworden – auch in der Arbeit!
00:13:17: Und das braucht es auch.
00:13:18: Jedes Medium muss auch die Social Media Kanäle bespielen, da wo die jungen Menschen oder die Zielgruppen sind.
00:13:23: ob das Instagram ist oder andere Tiktok weiß ich jetzt gar nicht ob sie das schon machen aber auf jeden Fall brauche ja für jedes Social Media Plattform einen unterschiedlichen Angang.
00:13:35: Das macht auch so komplex und auch so schwierig weil man dafür sehr viel Man and Women Power braucht um das alles eben auch bespilen zu können und zwar professionell und gut.
00:13:45: Warum braucht es denn in diesen Zeiten, wo die Aufmerksamkeit-Spanne gerade bei sieben Sekunden liegt?
00:13:51: Immer noch lokale Radiosender und lokale Fernsehsender.
00:13:54: Ja, in diesem Jahr bin ich ja wieder bei vielen Sendern unterwegs anlässlich des Vierzigjährigen Jubiläums Und da wird mir immer wieder klar was auch Radio ausmacht Denn das Lokalradio erreicht eben seine Zielgruppe ganz klar hier vor Ort Schafft damit auch so etwas wie Wie ein Bezug, ein Heimatgefühl.
00:14:12: Etwas wo man sagt dieser Sender steht für eine bestimmte Region, für eine Stadt wie zum Beispiel Ulm und das spüren auch die Hörerinnen und Hörern und identifizieren sich mit dem Sender.
00:14:24: Mit den Moderatoren und Moderaturen und es gibt so einen Heimat-Gefühle.
00:14:28: Das ist nach heutigen Zeit total wichtig.
00:14:31: Dass es nicht immer um internationales geht was ganz weit weg ist oder irgendwie... irgendein Stream oder ein Reel, das von irgendjemand gesendet wird.
00:14:40: Sondern dass man irgendwas hat was noch für einen selbstrelevant ist vor Ort.
00:14:44: und ich glaube es wird immer so bleiben, dass die lokale Information ganz wichtig ist für die Menschen vor Ort aber es eine Herausforderung auch noch auffindbar zu bleiben nicht nur im Radio sondern eben auch im Social Media Feed.
00:14:56: Also man muss schon einiges mehr können und sich glaube ich ein bisschen weiter strecken oder?
00:15:00: Das können
00:15:01: wir so unterschreiben.
00:15:02: Absolut, das ist aufwendiger geworden!
00:15:04: Das merkt man ja vielleicht auch aber auch interessanter und spannender.
00:15:06: Man ist als einzelner Medienschaffender wirklich ein Allzweckwaffe weil man mittlerweile mit allen Medien umgehen kann.
00:15:15: Es ist ja auch irgendwie nach hauen ein Esset was toll ist wenn man das selber drauf hat.
00:15:21: Freue mich heute über einen ganz besonderen Gast der seit dem Jahr zwei Tausend Siebzehnte Präsident der Landesmedienanstalt von Baden-Württemberg ist und dass es Dr.
00:15:28: Wolfgang Kreisig.
00:15:28: wie groß sind sie?
00:15:31: Ich frage das, weil ich etwas erfahren habe was ich noch gar nicht wusste dass sie Hochsprung gemacht haben.
00:15:37: Das
00:15:37: ist richtig!
00:15:38: Und Sie waren zweimal bei den olympischen Spielen?
00:15:40: Ja, zweimal berlimmische Spielen im Finale einmal in Atlanta.
00:15:45: Und im Jahr zwei tausende Zitney.
00:15:47: Wow okay und war das eine Karriere die Sie verfolgen wollten?
00:15:51: also
00:15:54: Ja, ich habe schon immer sehr viel Sport getrieben und war tatsächlich eher am Anfang auf der Fußballspur.
00:16:00: Da war ich auch in Erjungt eines Bundesligisten oder zweitbundesligisten.
00:16:03: jetzt, Hannover six-neinzig, komme aus dem Hohen Norden Und dann bin ich ja aber über ein Schulwettkampf, dann zur Leiterlinie kommen.
00:16:11: Ich hatte vorher schon mal eine Leiterinlinie gemacht und da bin ich dann außergewöhnlich aus dem Stand sehr gut gesprungen und dachte oh wenn das so gut funktioniert?
00:16:17: Dann wechsle ich doch einfach die Sportart und gehe zum Hochsprung und da ging es Gott sei Dank sehr schnell!
00:16:22: Ich war glaube ich einen zwei Jahre später schon in der Nationalmannschaft und dann sagt man natürlich okay wenn ich das so besonders gut kann, dann machts natürlich auch Spaß und man bleibt dran und das hat sicherlich zehn Jahre mein Leben begleitet dann.
00:16:33: Ja, wow.
00:16:34: Und ich kann mir vorstellen olympische Spiele vergisst man nicht mehr oder in seinem Leben?
00:16:37: Nee das ist klar etwas außergewöhnliches gerade wegen der vielen Sportarten, der Olympischen Dörfer.
00:16:43: alle kommen zusammen und das natürlich eine ganz tolle Atmosphäre.
00:16:47: aber muss auch sagen als Deutscher leichter lädt geht man nicht unbedingt hin um nur dabei zu sein.
00:16:54: das heißt ich habe zum Beispiel Immer die Eröffnungsfeier verpasst, weil mein Wettkampf immer am Anfang dran war.
00:16:59: Und dann geht man halt nicht hin, weil man vielleicht etwas außerhalb im Trainingslage-Eise mal hinfliegen müssen und wieder zurück fliegen.
00:17:06: Das macht man dann eben nicht, weil man sich auf seinen Wettkampf vorbereitet.
00:17:10: Insofern fällt auch mal was weg.
00:17:12: aber dafür, weil ich am Anfang dran war, konnte ich dann den Rest sozusagen völlig frei miterleben und mit zuschauen und das war natürlich toll!
00:17:19: Weil da hatte ich irgendwie zehn Tage noch und konnte die ganzen Wettkämpfe anschauen und dass drumherum auch vor allem erleben.
00:17:24: Und insofern war ich sehr dankbar dafür gleich am Anfang daran zu sein.
00:17:28: Gab es einen Moment, den Sie nicht mehr vergessen?
00:17:29: Den Sie sich manchmal so im Stillen wieder hoch holen, weil sie sich denken, boah, dagegen ist er unter der Haut...
00:17:35: Ja, es war sicherlich auch der Moment wo ich das erst mal zwei Meter dreißig gesprungen bin.
00:17:40: Das ist sozusagen die Schwelle zur Weltklasse.
00:17:42: Früher hat man gesagt dass es der Sprung über das gelbe Telefonhäuschen.
00:17:45: Es kennt ja heutzutage keiner mehr aber das war immer so.
00:17:47: der Maßstab ne?
00:17:48: Der Sprung auf das Telefon Häuschen in den gelben Posten von der Post.
00:17:51: Das is' die Weltkasse und irgendwann ist immer das erste Mal und das bleibt dann in Erinnerung und Gott sei Dank... Es gab auch viele weitere Sprünge über das Telefonhäuschen.
00:18:01: Manchmal ist es einfach so, dass man merkt, dass er einen Sprung optimal erwischt hat und dann fliegt man ja richtig weg.
00:18:07: Wir haben häufig Wettkämpfe die nur Hochsprungen waren oder in großen Stadien.
00:18:11: In Zittern sind es bei uns hundertzwanzigtausend Leute.
00:18:14: Wenn man den Fokus dann hat und sich die Leute freuen, wenn man da über die Latte springt, dann ist natürlich auch das ein tolles Erlebnis wenn die Zuschauer da mitgehen und sich mit dem Athleten freuen.
00:18:26: Was hat denn dieser Leistungssport für Ihren beruflichen Weg gemacht?
00:18:32: Sind Sie sehr diszipliniert?
00:18:34: Können sie länger durchhalten als andere?
00:18:39: Während mein Jurastudium es tatsächlich eher Sport gemacht als Studium, aber irgendwann musste man ja das Examen schreiben.
00:18:45: Also als ein Beispiel und dann habe ich mir halt relativ wenig Zeit genommen, halbes Jahr habe mich für meinen Examen angemeldet und hab dann aber wirklich sehr diszipliniert mehr als zehn Stunden am Tag gelernt weil ich wirklich von relativ wenig kam und sehr viel noch wissen musste.
00:19:01: Und das lernt man, glaube ich da durch den Sport einfach diszipliniert dran zu bleiben.
00:19:05: Ja auch mal unangenehme Dinge wie lange am Tisch sitzen einfach hinzunehmen und durchzustehen und einfach da Konditionen zu haben.
00:19:13: Das hat mir sicherlich geholfen und ich war immer im Wettkampf und damals auch im Examen besser als in der Übung.
00:19:19: Und das sind so Dinge die eigentlich prägen auch im späteren Berufsleben... glaube ich, viel mehr bereit ist zu opfern für das Ergebnis.
00:19:27: Und das ist glaube ich für immer geblieben auch heute noch es so dass natürlich das was im berufläufe der wichtig ist in dem sind das mal versucht das möglichst gut zu tun.
00:19:36: jetzt haben sie natürlich mit ganz vielen menschen zu tun die jetzt radio machen fernsehsender leiten.
00:19:42: da ist ja ganz viele leidenschaften mit im spiel wäre wenn sie nur jurist werden wahrscheinlich vielleicht ein bisschen schwieriger zu erfassen kann ich mir vorstellen als wenn man selber weiß wie meine leidenschaft etwas hatte oder Was, was da dahintersteckt?
00:19:54: Wenn man mit so viel Herzblut in einem Projekt
00:19:56: steckt.
00:19:57: Ja das stimmt!
00:19:58: Das nehme ich auch jedes mal wahr wenn ich im Radio sender bin dieses Herzblutt.
00:20:03: Branche ist auch für kleinere Veranstalter, die sehr stark in der Gemeinschaft Dinge entwickeln und arbeiten müssen um voranzukommen.
00:20:11: Das merkt man eben auch in den Reaktionen der Hörerinnen und Hörern.
00:20:14: Man fühlt sich angesprochen, man merkt das auch bei den Höreren und Hören.
00:20:17: Emotionen entstanden sind wenn sie ihre Morgenschau hören oder bestimmte Moderatoren gut finden da man identifiziert sich.
00:20:24: und gerade wenn man in so einem Sender sieht man einfach mit wie viel Engagement ja die Leute dabei sind.
00:20:28: und ich finde es jedes mal sehr toll zu sehen, weil ich dann immer denke, das ist wirklich positiv.
00:20:34: Und die trotz der Herausforderungen sind viele Medienschaffende nach wie vor positiv, weil sie sagen ja aber ich krieg so viel zurück, ich kriege soviel an Feedback, am positiven Feedback in Emotion von den Leuten, die mich hören und das treibt mich an noch weiterzuarbeiten.
00:20:48: Das ist auch ein schönes Gefühl und ich glaube für diejenigen, die es betrifft, sagen dafür lohnt sich's zu arbeiten.
00:20:54: Erinnern Sie sich noch daran, als man in der Grundschule weiter gab es nur so Fragerunden.
00:20:58: Was möchtest du mal beruflich werden?
00:20:59: Also viele um mich herum gerade die Mädchen wollten Tierarzt werden was wollten sie werden?
00:21:05: also ich weiß nicht mehr ob das stimmt weil ich das irgendwo im Kopf gespeichert habe dass ich irgendwann mal irgendwo auf dem Blatt Papier geschrieben hätte Ich wollte intendant werden Und ich weiß es jetzt selber nicht mehr genau, ob das tatsächlich so war oder ob ich das irgendwie falsche Änderungen habe.
00:21:25: Oder ob es später war.
00:21:27: Auf jeden Fall ist mir da so eine Erinnung geblieben dass ich dachte ja fast so weit gewesen aber zumindest in der Medienbranche irgendwas und dann... Das bietet mir so eine Erinnerung, aber ich kann es mich immer genau hinkriegen.
00:21:39: Ich habe eine wirklich ganz schlechte Erinnerungen.
00:21:41: Manche Menschen wissen alles was sie irgendwie als Kind getan haben und in welchem Alter.
00:21:45: das bei mir leider nicht so oder ist alles sehr verschwommen.
00:21:47: Aber das hab' ich irgendwie noch im Kopf.
00:21:49: also irgendwie wird etwas dran gewesen sein.
00:21:51: Ja
00:21:52: irgendwas leiten auf jeden Fall man merkt.
00:21:54: Heutzutage ist es ja so dass viele Kinder sagen Sie wollen entweder Videospiele machen beruflich?
00:22:01: Also Video, also Gamer werden.
00:22:03: Sie wollen Millionär werden?
00:22:04: Das finde ich auch immer so spannend und frag mich dann immer haben wir für den Nachwuchs genügend getan?
00:22:10: sind wir attraktiv genug geblieben um Leute nochmal abzuholen?
00:22:15: weil als ich vor einigen Jahren angefangen habe im Radio da war ja wirklich ein Praktikumsplatz schon total schwer zu bekommen.
00:22:23: es hat sich alles ein bisschen verändert.
00:22:25: meinen sie wir sind wir haben genügt für der nachwuchs getan in dieser Branche?
00:22:30: Ja, ist vielleicht die falsche Frage.
00:22:32: Was ist die richtige Frage?
00:22:33: Nein ich würde eher sagen man muss sich noch mehr Mühe geben das zu vermitteln was hier stattfindet weil es wird ja auch einem eine dann doch missverständliche Realität vorgegaukelt wenn man so den Eindruck bekommt auch als junger Mensch naja ich muss ja nur Influencer werden oder ein bisschen gut game können auf YouTube Videos und dann werde ich Millionär... So einfach ist es ja nicht in den allermeisten Fällen dass wir nach wie vor harte Arbeit brauchen, um etwas zu erreichen.
00:22:58: Und natürlich gibt es jetzt irgendwie mehrere die... mehr Leute, die vielleicht auf anderen Wegen schneller zu Ruhm und Ehre kommen.
00:23:04: Aber selbst bei Influencer ist häufig auch viel Arbeit dahinter zumindest bei den ganz erfolgreichen.
00:23:09: insofern das gilt es glaube ich den jungen Menschen auch zu vermitteln macht das was wofür du eine Leidenschaft hast dann kannst du auch gut sein.
00:23:16: und es kommt nicht immer nur auf den monetären Reiz ein man kann auch anders glücklich werden.
00:23:20: und und ich denke ja diese dieses schnelle Weg zum Erfolg den gibt's glaube ich ganz ganz selten und dass muss man den jungen menschen auch sagen Und Fragen.
00:23:28: Hast du eine Leidenschaft für dieses Medium?
00:23:29: Du kannst hier sehr viel für dich, für deine Emotionen erreichen und da glaube ich gibt es schon mehr Überzeugungsbedarf weil es eben so viel anderes gibt was man machen könnte und was konkurriert.
00:23:39: das gilt zum Beispiel auch für den Sport.
00:23:41: auch Sportlern muss man sagen vielleicht ist Sport doch auch etwas Tolles was man noch länger machen kann.
00:23:45: also wir haben überall diese Mechanismen dass wir sagen können okay Es gibt nach wie vor auch tolle Berufe abseits vom Influencer Für die sich lohnt zu arbeiten.
00:23:55: Frankreich hat vor kurzem ja jetzt ersten Gesetz verabschiedet und ich glaube, das hat ganz schön polarisiert.
00:24:03: Es geht um Jugendschutz bei sozialen Medien – was ist denn Ihre Meinung dazu?
00:24:08: bräuchten wir sowas nicht auch?
00:24:10: Ja da gibt es ja darum die Debatte ob es ein Mindestalter für Social Media geben sollte.
00:24:14: also Ich finde es richtig und wichtig dass wir über dieses Thema sprechen Weil gerade für ganz junge Zielgruppen Social Media eher negative Folgen hat als jetzt für die klassischen Jugendlichen.
00:24:28: Man spricht auch manchmal über eine Sechzehnjährige, die sollten in der Lage sein, Social Media zu nutzen.
00:24:34: Ich glaube es ist ein vielschichtiger Frage so dass wir... Diese Frage nicht mit einem einfachen Verbot nur beantworten können, sondern mit ein Paket von Maßnahmen.
00:24:44: Wir müssen natürlich in erster Linie auch sagen ja aber wenn eine Plattform dafür verantwortlich ist das negative Einflüsse auf junge Menschen einwirken dann müssen wir auch die Plattform in die Verantwortung nehmen.
00:24:54: es gibt ja schon Gesetze die besagen dass sich plattform um den jugend schütz kümmern müssen Und dazu gilt beispielsweise auch, dass das Social Media selber auch nicht zwingend süchtig machen sollte.
00:25:09: Das sind alle Dinge oder illegale Inhalte geteilt werden und ähnliches.
00:25:14: Man hat da schon den Hebel anzusetzen und zu sagen du hast hier einen Fehler gemacht und es dauert noch zu lange weil dort die EU-Kommission zuständig ist, die manchmal etwas Zeit braucht.
00:25:23: Wir brauchen vor allem auch eine Sensibilisierung über Medienkompetenz.
00:25:27: Ich glaube, das ist wichtiger als je zuvor, dass wir schon sehr frühzeitig vielleicht schon im Kindergarten spätestens in der Grundschule anfangen, über Medien zu sprechen und wie sie wirken und wie Sie überhaupt funktionieren.
00:25:37: Und mir ist gerade in der letzten Zeit auch bewusst geworden, dass viele Menschen auch Erwachsene des ganzen Mediensystem gar nicht mehr genau kennen und deswegen vielleicht auch nicht einschätzen können.
00:25:46: Auch falsche Vorstellungen haben davon was eigentlich Unabhängigkeit ist und dass sie tatsächlich besteht.
00:25:52: Und das es auch Staatsferne und warum es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt, da gibt's ja alles Dinge die nach dem zweiten Weltkrieg entstanden sind um einen unabhängigen Rundfang und Medien zu sichern.
00:26:03: Das hat ja auch viele Jahre gut funktioniert und das müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass Journalismus etwas anders ist als irgendwie irgendetwas in der Welt zu bringen an Aussagen, sondern als Journalist muss ich eben dadurch auszeichnen dass er eben differenziert das er einordnet.
00:26:17: Dass er eben beide Seiten eines Themas beleuchtet und das wieder verständlich zu machen bei den Menschen ist ein Unterschied gibt zwischen Inhalten solchen Inhalten anderen Inhalten und dass es wichtig ist und dass man das selber auch wissen sollte.
00:26:30: Das ist bisschen verschüttelt gegangen.
00:26:31: daran müssen wir arbeiten.
00:26:32: deswegen ist Medienkompetenz meine ich ein grundlegend wichtiges Thema für die Zukunft.
00:26:39: wenn wir uns in einem Jahr wieder treffen Herr Dr.
00:26:41: Krasig, über was würden Sie gerne mit mir sprechen können?
00:26:44: Dass sie sagen das haben wir geschafft da sind wir jetzt und so sollte es in den Jahren ist ich auf jeden Fall ausschauen.
00:26:52: Ich würde mir wünschen dass es noch mehr greifbare Anhaltspunkte für gute Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk gibt.
00:27:01: Das ist das was gewünscht ist Zusammenarbeit dass der öffentlich-rechtliche auch in den Lied geht und die Privaten mal mitnimmt.
00:27:09: Ich würde mir wünschen, dass wir im Schulalltag über das Thema Medien ganz selbstverständlich sprechen, dass die jungen Menschen das einordnen können und wissen was da passiert und dass sie vor allem den Journalismus und die lokalen regionalen Medienanbieter eben wertschätzen können weil sich selber auch verstanden haben warum es gut ist, dass diese Landschaft haben Und dann werden wir schon einen Riesenschritt weiter.
00:27:30: Wir würden mir natürlich auch wünschen, dass die Fanscheier sagen, okay, wir haben Rahmenbedingungen, in denen wir noch gut wirtschaften können, indem wir uns als wichtige Minionternehmen halten und weiterentwickeln können.
00:27:41: In fünf Jahren gibt es dann noch lokale Radiosender- und Fernsehsender?
00:27:46: Ich bin überzeugt, dass es das noch gibt – ob sich da noch Sender oder wie immer ein Fünfjahr garantiert noch!
00:27:53: Ich für mich wäre wichtig, es gibt auf jeden Fall lokalen und regionalen Content.
00:27:57: Und der Content egal auf welchem Plattform und wie er verbreitet wird muss hergestellt werden von Menschen die dafür brennen digitalistisch arbeiten und das wird es immer geben weil der Bedarf an solche Informationen an Informationen über das, was bei mir in der Region in meiner Stadt stattfindet.
00:28:12: Das trifft glaube ich den Nerv der Menschen die dort leben und das wird es immer geben und immer wichtig sein.
00:28:17: Und insofern würden sich die Verbreitungswege, die Ausspielwege die Art und Weise wie dieser Content an die Menschen gebracht wird vielleicht verändern.
00:28:23: In fünf Jahren aber sicherlich noch nicht so dass wir über andere Medien sprechen.
00:28:27: da wirds das Radio- und das Fernsehen auf jeden Fall geben und das ist ja auch gut so.
00:28:32: Welche Frage können Sie als Präsidenten des Landesmedienanstalt Baden-Württemberg nicht mehr hören?
00:28:40: Was macht ihr eigentlich?
00:28:44: Auch
00:28:44: da brauchen wir ein besseres Verwusstsein.
00:28:46: Eigentlich ist es ja gut, wenn man so ein bisschen im Hintergrund agiert aber manchmal wäre das auch ganz gut, Wenn die Menschen schon wissen, dann gibt's auch Mechanismen, die einfach wichtig sind um die Medienlandschaft zu strukturieren, dass sie eine wichtige Aufgabe haben und dass sie auch unterstützen.
00:28:58: Und ich habe es jetzt in den letzten Jahr sicherlich sehr oft erklärt, auch jetzt im Rahmen meiner Tour zum vierzigjährigen Jubiläum, wo diese Frage natürlich immer gestellt wird.
00:29:10: Auch bei den Interviews hier ist sie auch wichtig und ich hoffe es verfängt auch und dass die Menschen wieder mehr wissen über das Mediensystem und wie's funktioniert.
00:29:20: Wie stellen Sie sich eigentlich vor?
00:29:21: Habe ich mich gerade gefragt, ob so eine Dinnerparty sind oder ein Geburtstag eingeladen sind?
00:29:25: Hallo!
00:29:25: Ich bin der Wolfgang.
00:29:26: Ich bin Präsident.
00:29:29: Was sagen Sie dann?
00:29:30: Oder sind Sie Jurist?
00:29:33: Ja, das variiert.
00:29:34: manchmal bin ich Behördenleiter.
00:29:36: Das kategorisiert das ja ein wenig.
00:29:37: aber es ist auch mal die Frage wie tief geht man ins Thema rein?
00:29:42: Häufig hilft es auch wenn man anhand von konkreten Fällen einfach beschreibt was man tut und da gibt's ja durchaus spannende Sachen und die einen sind dann etwas mehr interessiert die anderen etwas weniger wo es wie es halt üblicherweise so ist.
00:29:59: Ich merke schon, wenn ich auch mal ab und zu Vorträge halte über das was wir tun.
00:30:04: Dass ja erstmal die Aufmerksamkeit sehr groß ist weil die meisten sagen ah das wusste ich gar nicht so genau und gleichzeitig sagen es ist aber wichtig dass sowas stattfindet.
00:30:12: also das hat beides.
00:30:13: und deswegen Ja es ist nicht immer einfach zu erklären Aber ja ich werde mir weiter Mühe geben.
00:30:21: Gibt's einen Wunsch?
00:30:22: abschließende Frage?
00:30:26: Das möchte ich noch mal erlebt haben.
00:30:28: Olympische Spiele und Teilnahme haben wir schon abgehakt, das ist ja super!
00:30:32: Den Kinderwunschintendant fast geschafft?
00:30:35: Gibt es noch etwas für Sie zu sagen?
00:30:36: Boah, das möchte ich nochmal machen.
00:30:38: Alpenüberqueren aus dem Flugzeug springen.
00:30:42: Ja, es gibt so vieles eigentlich was man auf der Bucketliste haben könnte.
00:30:46: Albenüberquering habe ich zuletzt gemacht mit beiden Söhnen die Yabitur Und habe gesagt, jetzt muss ich endlich mal was machen.
00:30:52: Was ich schon immer machen wollte und ich hatte zu meinen Schulzeiten mal nicht eine Albenbewerkwährung aber zwei Wochen in den Bergen verbracht als Schüler fand es damals schon so toll.
00:31:02: das Panorama Ja, unglaublich die Natur und das ist ja auch nicht etwas wo man so fort dran denkt als junger Mensch.
00:31:09: Und deswegen habe ich gesagt genau das Gefühl möchte ich meinen mein Sohn auch geben dass es neben Social Media und Hennys und Netflixes usw.
00:31:18: einfach auch die Natur gibt die einem unheimlich viel geben kann.
00:31:20: und Ich hatte das Glück dass wir in einer Woche dann vom Königssee zu den Dolomiten gewandern sind gemeinsam in einer Gruppe und Wir hatten tolles Wetter die ganze Woche.
00:31:28: Ja, auch meine Söhne waren begeistert von dieser Atmosphäre und der Natur.
00:31:33: Und das war ein ganz tolles Totalgutgelungen!
00:31:36: Das möchte ich noch öfter machen.
00:31:38: Es ist immer da, wo für die Zeit fehlt.
00:31:41: Viele Reisen, auch noch viele Länder und Ecken der Welt anschauen sind so die Wünsche, die man durch jede Auslandsreise eigentlich lernt und einen Eindruck bekommt.
00:31:48: Das finde ich unheimlich schön.
00:31:50: Deswegen nutze ich auch die Möglichkeit wenn wir Veranstaltungen haben, dass bewusst etwas mitzunehmen vom Gastgeberland.
00:31:56: Das habe ich schon während des Sports toll gefunden und in meinem Job jetzt auch, aber natürlich kann man privat noch viel mehr machen.
00:32:02: Man kommt ja auch nicht überall hin und dafür fällt häufig die Zeit und dafür würde ich mir mehr Zeit
00:32:07: wünschen.".
00:32:10: Also eröffnen.
00:32:11: Vielen Dank!
00:32:12: Vierzig Jahre im Landesmedienanstalt Baden-Württemberg, der Präsident hat uns heute ein bisschen was darüber erzählt.
00:32:18: wir haben über die Highlights, die Lowlights und natürlich auch über viel Persönliches von Dr.
00:32:22: Wolfgang Kreisig erfahren.
00:32:24: Vielen dank dass Sie da waren.
00:32:25: alles Gute für sie.
00:32:26: Danke, hat Spaß
00:32:37: gemacht.
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