Sabrina trifft... Christoph Buck: Zwischen Fußball, Medizin und „Die große Hoffnung“

Shownotes

Christoph Buck aus Ulm ist Orthopäde, ehemaliger Fußballer, Opernliebhaber und Autor. In seinem Buch „Die große Hoffnung“ erzählt er eine Geschichte über Menschlichkeit, Respekt, Dankbarkeit und die Kraft, nicht aufzugeben. Im Gespräch mit Sabrina spricht er über seine Zeit beim SSV Ulm 1846, besondere Begegnungen in der Fußballwelt, prägende Umwege im Leben und darüber, warum ihn die große Bühne bis heute fasziniert.

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00:00:03: Primiere.

00:00:11: Er war noch nie bei mir zu Gast, was gar nicht wie das eigentlich geht denn du bist ja schon ein bisschen länger in Amt und Würden.

00:00:15: Christoph Bucke ist heute bei mir.

00:00:17: Hallo!

00:00:17: Hallo

00:00:17: grüß dich Servus freut mich.

00:00:19: Du bist seit hundert Jahren sagt man schon Teamarzt also Mannschaftsarzt vom SSV Ulm-Achzehn-Sächsenvierzig Und war es noch nie hier?

00:00:29: Wie kann das sein Christoph?

00:00:30: Ja, weil ich nur nicht eingeladen worden bin.

00:00:32: Ich bin schon euch noch nie eingeladet worden und es freut mich deswegen dass sich da sein kann.

00:00:36: tatsächlich Auf jeden Fall kennt man dann Namen Und wir gehen jetzt mal ganz zurück.

00:00:40: Ich lieb das ja immer ein bisschen zu verstehen wer mein Gast oder der Mensch mir gegenüber auch ist.

00:00:45: Wo bist du aufgewachsen?

00:00:47: Ich bin tatsächlich in Ulm geboren Bin in Ulms groß geworden habe in Ulmen auch meine Berufsausbildung gemacht beziehungsweise also studiert hab denn auch Als Sportler bin ich beim SSV Ulm Fußball gespielt.

00:00:57: Das heißt, ich habe eine Fußballvergangenheit beim SSW Ulm und dann nach einer Zeit, die ich beim VfB in Stuttgart war, bin ich wieder nach Ulm zurückgekommen über den Ralf Rangnick der mich damals fragte, ob ich mir vorstellen könnte, Ulm-Mannschaftsarzt zu machen?

00:01:08: Und dann bin ich dann über Umeleumwege wieder zurück nach Ulmen kommen und mache das jetzt seit tatsächlich sechsundzwanzig Jahren!

00:01:14: Was hab' ich da gelesen über dich an offensiver Linksfuß, warst

00:01:17: du?!

00:01:17: Ja, zwei Linke Füße sogar!

00:01:20: Du hast zwei Linkgefüße!

00:01:22: Wann endete denn die... Profifußballer-Karriere.

00:01:25: Wie alt warst du da?

00:01:26: Ja, also Profifussball muss man vielleicht so am Rennen stehen lassen.

00:01:29: Wir waren damals tatsächlich auch dritte Liga.

00:01:31: hier ist damals noch Oberliga und ich war damals sechsundzwanzig, war mit dem Studium fertig und der Vertrag hat sich damals nicht mehr verlängert.

00:01:37: und dann bin ich über Kontakte nach Stuttgart gegangen, hab da meine Berufsausbildung gemacht oder meine Fachartsausbildung genau und das war dann mit sechsund zwanzig habe mein Karrier ein bisschen früh beendet tatsächlich.

00:01:48: Mhm sehr!

00:01:49: Hast Du dich mal geärgert und gesagt ach Mensch eigentlich hätte ich daran bleiben wollen müssen.

00:01:53: Sagen wir mal so, ja also ich hatte damals einfach einen Trainer und wenn Spiele und Träne zusammenpasst dann ist ein Problem.

00:02:00: Dann bist du an der kurzen Leine und ich bin dann wie gesagt nach Stuttgart gegangen und eigentlich das Schöne in meiner Stuttgarter Zelt, ich war dann Mannschaftsarzt bei den Amenteuren durfte dann mit trainieren.

00:02:09: Irgendwann kam jemand gesagt, warum hast du euch mit dem Fußball aufgehört?

00:02:11: Ich habe gesagt, ja ich war anscheinend zu schlecht damals.

00:02:13: und da habe ich gesagt ne du warst bei uns auf einer Liste für Spiele zur Beobachtung von die Profis, also für die erste Liga und das tat denn tatsächlich weh.

00:02:20: Da hab ich gesagt Ja, das ist schon was, was man ein paar Jahre nach noch mit sich rumschleppt.

00:02:25: Definitiv!

00:02:26: Das kann ich mir vorstellen... Okay wir bleiben aber ganz kurz mal bei den Wünschen des jungen Christoph's.

00:02:32: Also wolltest du immer Medizin studieren?

00:02:34: Ist eine gute Frage.

00:02:35: Ich sage mal Medizin war so mein Wunschberuf Aber ein Traumberuf wird tatsächlich irgendwas.. Ich hätte mir immer vorstellend gesagt, ich könnte ins Theater gehen und können da einen Foren auf und zuzumachen weil diese Welt hat mich warum auch immer extrem faszinierst Als kleiner Karl oder als junger Karl und von daher ja Das wäre eine Alternative gewesen, aber da hat mir der Motor zuquält.

00:02:54: Da war ich da als Sachverklarin mit dem die sichere Variante was vielleicht am Nachhinein besser war, aber ja, war es nicht immer so ganz.

00:03:02: Mannschaftsarzt bist du lieber Christoph und... Mittlerweile nicht nur das, sondern du bist auch Autor.

00:03:08: über dein neues Buch sprechen bei Gleich Christoph Fuches heute bei mir.

00:03:11: Und wir haben viel zu erzählen.

00:03:13: eigentlich weiß ich gar nicht ob die Zeit reicht.

00:03:15: wahrscheinlich ist es nur das erste Interview und ein zweites kommt dann.

00:03:18: lieber Christoph so jetzt hast Du vorhin gesagt eigentlich wäre ich auch gerne in der Theaterwelt irgendwie verhaftet geblieben oder werde gerne gewesen.

00:03:25: Du warst meine Zeit in Wien, oder?

00:03:27: Ich

00:03:27: habe mir tatsächlich irgendwann getraut.

00:03:29: Es gab einen Vienen-Massel-Bravi.

00:03:31: Der hat immer Europasendungen gemacht und ich war damals noch in Stuttgart.

00:03:35: Da war der Leitende Arzt in der Rehatlinie.

00:03:37: Ich habe da einfach mal hingeschrieben.

00:03:38: Und ich wurde ganz gerne mal.

00:03:40: Tatsächlich kam ein Brief zurück.

00:03:41: Ich wurde eingeladen und durfte dann zwei Wochen lang in Wiedernster Staatsoper als Regieassistent hieß es so.

00:03:48: Durfte sich zwei Wochen in Wiederstaatsoper ein-und ausgehen und das war damals eine Wiederaufnahme.

00:03:53: Der Opo Cosi Fan Tutti ist eine Mozart-Oper und mit Rigato Mudi als Dirigent.

00:03:58: Und diese zwei Wochen waren wirklich ein Traum, kann ich nicht anders sagen.

00:04:02: Ich bin da zwei Wochen lang nichts gelandet.

00:04:05: Mit meinem Libretto durfte ich jeden Tag einfach in die Wiener Staatsober reingehen, durfte mir den ganzen Starrs dann auch anhören, durft hinter die Bühne gehen – das war ein unvergleichbares Erlebnis von dem Zürich bis heute her!

00:04:16: Ist es so ja?

00:04:16: Diese zwei Wochen?

00:04:17: Die

00:04:17: zwei Wochen sind ein Film... den man einmal in seinem Leben drehen darf.

00:04:21: Und wenn wir dann mit eine Rolle spielen können, das war eine unvergleichbar schöne Zeit mit ganz tollen und ganz spannenden Begegnungen.

00:04:27: Das war wirklich toll!

00:04:28: Warum hat dich denn nach diesen zwei Wochen nichts dahin bewegt?

00:04:32: Ich

00:04:32: war damals schon fertig mit meiner Fachartsausbildung und noch mal alles über einen Haufen zu schmeißen.

00:04:37: Es wäre sehr mutig gewesen war auch mit meiner Frau.

00:04:39: Wir haben dann geheiratet und mein erster Sohn war schon im Anmarsch und dann war es eigentlich keine Option mehr.

00:04:45: nochmal

00:04:46: Okay.

00:04:46: Ganz zurück!

00:04:47: Aber eine Seelenpaustkarte, die man nicht mehr vergisst?

00:04:49: Niemehr,

00:04:49: niemehr.

00:04:50: ja das stimmt definitiv

00:04:52: So.

00:04:52: und jetzt haben wir schon viele Leben des Christophs hier gehabt also Fußballer dann doch die Opernwelt und da noch mal was ganz anderes.

00:05:02: Und dann bist du bei den Amateuren in Stuttgart gelandet oder wie als Teamarzt.

00:05:06: Ja das war tatsächlich so.

00:05:08: ein guter Freund von mir ist der Marokus Sorg Der jetzt Kotrenner im FC Barcelona ist und er hat gesagt Du pass auf wenn du bei uns bist dann geh mal bitte ins Training.

00:05:15: Und ich durfte mit dem Training und der Trainer gesagt, du kannst bei uns sofort mittrainieren.

00:05:18: Du kannst schon ein bisschen was im Ball.

00:05:20: und dann haben die Jungs Redu wenn ihr schon bei uns bist und macht auf den Mannschaftsarzt.

00:05:23: Dann war ich zehn Jahre Mannschaftsharz beim Amateurin vom VfB Stuttgart und das war, muss ich sagen nachher als Fußball meine schönste Zeit mit einem ganz richtig guten Jungs auch trainieren zu dürfen.

00:05:34: Ich gebe es auch zu den roten Brustring habe ich mit nach Ulm genommen und den gebe ich auch nie mehr

00:05:37: her.".

00:05:40: Okay, sag mal und welche Begegnungen sind hier da in der Fußballwelt ganz besonders in Erinnerung geblieben?

00:05:46: In

00:05:47: Stuttgart.

00:05:49: Ich habe damals viele von den Spielern, die danach Bundesliga gespielt haben, ob das ein Thomas Schneider ist oder Thimo Hildebrandt.

00:05:55: Und ich hab bis heute noch gute Freunde und ganz enger Freunde als der Heiko Gerber.

00:05:59: Der hat immerhin dann auch mal, das war der einzige Spieler den ich ein bisschen mit nach Ulm geholt habe.

00:06:03: Der hat bei uns mal zwei Jahre gespielt und im Heiko hat zuletzt die dammen Bundesliga-Meinschaft drinnen, da hab' ich immer noch regelmäßig Kontakt Und wir treffen uns ja immer noch regelmässig in Stuttgart.

00:06:12: Das ist so im Prinzip von den Fußballern Die Person, mit der ich nur meistens Kontakt nach Stuttgarten

00:06:16: hab.

00:06:16: Es ist so n kleiner Kosmos auch oder?

00:06:18: Die Fußballwelt

00:06:19: Ist mir sicher halt.

00:06:20: irgendwann kennt man sich und kennt sich auch ein bisschen aus.

00:06:23: Und das ist natürlich auch manchmal ein Thema, als Mannschaftsarzt, dass es manchmal etwas schwierig macht wenn man vielleicht auch hinter die Kulissen sieht und manchmal auch ganz gut eine Ratschläge geben würde, die den manchmal leider ungehört verhallen.

00:06:36: Das ist manchmal sehr schade was auch gerade das Thema also so um die letzten zwei Jahre betrifft wo ich im letzten Jahr sehr viel zu kaputt gegangen ist und sehr viel falsch gemacht worden ist.

00:06:45: Das muss man glaube einfach so sagen.

00:06:47: Bei mir ist heute der Mannschaftsarzt vom SSVOLM und nicht nur das, du bist Mediziner, Opernliebhaber und vor allem Autor eines neuen Buches über das wir auch gleich sprechen werden.

00:06:56: Christoph Buck, dein Name ist ziemlich bekannt bei uns in der Region.

00:07:01: Es hat dir gesagt es ist vieles nicht so gemacht worden wie du's dir vorgestellt hättest oder wo du gesagt hattest, hätt mal was anderes machen müssen, was meinst ihr denn damit?

00:07:09: Das ist schwierig.

00:07:10: da sprengen das wahrscheinlich auf den zeitlichen Rahmen aber ich würde es mal so formulieren... Definitiv Tom Wörle war ein Trainer.

00:07:15: Ich habe in den sechsundzwanzig Jahren einige Trainer erlebt und Tom wurde ich definitiv als einen außergewöhnlichen Menschen, hat einen außengewöhrlichen Trainer bezeichnet Und die Entscheidung haben wir als Achtung.

00:07:25: ein riesengroßer Fehler.

00:07:26: das hätte man nie machen dürfen.

00:07:27: Das war auch so eine Entscheidung... Ich hab es nie erlebt dass wenn der Trainer sich von einer Mannschaft verabschiedet dass eigentlich die ganze Mannschaft Tränen in der Augen hat.

00:07:34: Das erlebten nicht oft Gibt immer einiges an.

00:07:36: Gott sei Dank ist er weg und war eine Entscheidung die für mich völlig nicht nachvollziehbar war.

00:07:41: Und das, was im Followerp passiert ist mit Sicherheit.

00:07:43: Es steht da jeden Tag in der Zeitung und ich will dann nicht ins Detail gehen ob es jetzt Kaderplanung ist oder dann.

00:07:48: Entscheidungen die man während des Saisons getroffen hat waren einfach viele Entscheidungen wie einfach unglücklich waren und nachhinein auch einfach falsch.

00:07:55: Das kann man glaube nicht anders sagen ohne da als Namen und Person zu nennen.

00:07:58: Ich glaube da gibt's genügenden die sich wahrscheinlich hoffentlich an die eigene Nase fassen würden wenn man das so sagt

00:08:05: Jetzt kriegt man als Mannschaftsarzt wahrscheinlich ziemlich viel mit.

00:08:07: oder ja nicht nur die Verletzungen, sondern auch ganze Geschichten dahinter den Menschen?

00:08:13: Ja es ist natürlich definitiv eine etwas schwierige Situation.

00:08:16: Es gibt dann Arztgeheimnis und Spieler erzählen einem Sachen diese vielleicht nicht jedem erzählen und man hat nämlich mit einigen Menschen und es gibt eigentlich einige Spieler die mir so ins Herz gewachsen sind das ist wie mein dritter Sohn da gibts paar in der Mannschaft auch noch.

00:08:30: in der aktuellen Mannschaft Muss man sich natürlich einen Teil vereinen, so zusammennehmen was man sagt und wo man sagt.

00:08:36: Und von da ist es schon in einigen Punkten etwas blockiert, was das angeht, was man sagen würde.

00:08:43: Und Fiebert aber trotzdem immer mitwahrscheinlich oder am Spielfeldrand?

00:08:47: Also ich glaube wenn wir so lange in dem Verein waren dann hat man einfach Herzblut und dann tut es extrem weh, wenn man glaubt schon viel Leidenschaft im Prinzip für sowas macht, sonst macht man das nicht zum Spass um.

00:08:59: Sondern da ist schon einfach mehr dabei und es ist halt ein Verein, mit dem man groß geworden ist.

00:09:03: Da ist man seit über vierzig Jahren Mitglied fast fünfzig Jahre.

00:09:06: Dann tut das schon extrem.

00:09:08: Und dann hat man eine andere Emotion zu so einer Geschichte, dass es Fußball oder im Theater ist.

00:09:13: Man ist dann einfach anders dabei.

00:09:16: Wie bereitetest du dich denn auf den Einsatz immer vor bei den Spielen?

00:09:19: Gibt's da irgendetwas was du machst sowie Künstler hinter der Bühne?

00:09:24: Nein, also ich glaube nicht zu lang genug.

00:09:26: Das geht ganz entsperrlich.

00:09:27: Ich gehe eineinhalb bis zwei Stunden vor dem Spiel in den Stadion, guck nochmal mal an meine Jungs durch weil es so weit in Ordnung ist und dann werde ich einfach bis das Spiel losgeht und versuche da so gut wie möglich positive Vibes mitzugeben.

00:09:39: Und irgendwann ist wahrscheinlich ein bisschen Routine auch mit dabei oder?

00:09:41: Ja, irgendwann ist in jedem Job Routine, das war's doch genauso.

00:09:46: Sagst du ja auch ne eigene Praxis oder?

00:09:48: Davon lebe ich!

00:09:49: Also von daher das ist im Prinzip meinen täglichen Brot und ich mache das, wo ich auch mit Leidenschaft bin.

00:09:55: Ich würde für mich sagen kein ganz klassischer Orthopäde.

00:09:58: Ich denke nicht auf das komplette Feld ab, aber für mich gibt es viel rechts und links.

00:10:02: Da können Psychoemotionalitäten dazu.

00:10:04: Da gehört der Stoffwerk zu, da gehört Ernährung dazu.

00:10:06: Also ich mach glaube keine ganz normale Orthopaedies und habe da schon für mich ein relativ breites Spektrum, dass mich einfach erfüllen, dass sich bedienen möchte für meine Patienten.

00:10:16: Es habe ich eingangs schon gesagt, du hast ein Buch geschrieben heißt die große Hoffnung.

00:10:21: Das ist aber schon bisschen älter eigentlich oder?

00:10:23: Die Idee dazu

00:10:24: ja tatsächlich dieses buch ist schon über vierzig Jahre alt und das ist glaube so.

00:10:27: Ich hab als ich habe als junge karl sehr viel gelesen Und ich glaub so ein bissel mein meine Bibel war damals.

00:10:33: tatsächlich haben in hesse ich glaube ich habe von hesse Mit Ausnahme von einigen Briefen, fast alles gelesen.

00:10:38: Da gibt es halt Bücher wie in Demian oder Cdata oder einfach Bücher die einen beschäftigen und dann gab's jemand den Michael Ende, der nicht mit unendlichen Geschichten tolle Bücher geschrieben hat Und dann gab es dann Audi-Musik von Richard Wagner.

00:10:50: Das ist einfach so'n Kosmos der mich einfach so bisschen fasziniert und irgendwann kam der Wunsch irgendwas selber was zu schreiben.

00:10:56: Ich hab tatsächlich als Student damals im ersten Semester angefangen das Buch zu schreiben Habs damals fertiggeschrieben eigentlich dreißigvierzig Jahre bei mir im Schrank.

00:11:05: Und ich habe es immer wieder rausgeholt und irgendwann, da muss ich auch mal eine Frau, wo ich Martina einen Dank aussprechen.

00:11:10: Die hat irgendwann gesagt bitte macht das!

00:11:12: Es ist einfach eigentlich schön und sollten eigentlich mehrere Leute lesen.

00:11:17: Sie war dann schon mit die treibende Kraft, dass sie das Ganze nochmal durchzogen haben.

00:11:20: Das muss man so sagen, da bin ich auch sehr dankbar.

00:11:23: Und ja tatsächlich jetzt gibt's das ganze.

00:11:26: Was haben wir schon viel über dann?

00:11:28: dein Leben erzählt, was jetzt deine medizinische Arbeit anging.

00:11:33: Dass du ja eigentlich bei der Oper gerne drin auch mehr gemacht hättest aber da war die Medizin schon da!

00:11:39: Der Fußball ist im Zentrum deines Lebens.

00:11:41: und jetzt kommt er dieses Buch daher.

00:11:43: Du hast gesagt es lag dreißigvierzig Jahre lang einfach in der Schublade das schon fertig geschrieben gewesen und als du's dann nochmal gelesen hast, hast du dir denn gedacht Joa das können wir immer noch genauso machen.

00:11:53: oder hast du dann nochmal reingeschrieben und umgeändert?

00:11:56: Ja, ich habe es definitiv nochmal komplett überarbeitet.

00:11:59: Definitiv aber ich hab vom Inhalt eigentlich nichts mehr geändert.

00:12:02: also im Prinzip das Ganze steht die Geschichte steht und es hätte auch nicht mehr gepasst weil ich habe das vor langer Zeit geschrieben jetzt ist komplett umbauen es hätten immer gepasst.

00:12:11: Ich habe es damals geschrieben ich habe damals glaube viel reingepackt was mich als jungen Menschen einfach berührt hat.

00:12:17: und was mir wichtig war dass waren ja mit sich alle paar Themen verätelt vater thema so etwas mit aufräumten.

00:12:24: Wer mich kennt, kann mit Sicherheit zwischen den Zeilen einiges über den Menschen auch lesen und von daher ist es umzuarbeiten.

00:12:31: Hätte keinen Sinn mehr gemacht.

00:12:32: das war zu weit zurück.

00:12:33: Um was geht's jetzt in dem Buch?

00:12:36: Naja es geht im Prinzip eine Geschichte von einem jungen Menschen der auf eine große Reise geht.

00:12:45: Eine Reise um seine Freunde zu retten die wir ja immer verschwunden sind Einige Abenteuer zu erleben hat sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert, aber mit vielen Themen zusammenkommt umletzendlich die große Hoffnung dass Menschen zuneinander finden und nicht auseinanderschriften.

00:13:04: Dass Menschlichkeit auf der Welt bleibt, die wir glaube heute sehr vermissen.

00:13:10: Ja ich glaub das war schon so ein bisschen philosophisch Ankauch damals.

00:13:13: und ja ich glaube es ist auch für mich die Botschaft, dass ich irgendwie mal schreiben wollte über Mitmenschlichkeit, über Respekt, über Wärme, über Dankbarkeit.

00:13:22: Ich glaube, in diese Richtung geht die ganze Geschichte so ein bisschen.

00:13:25: Und dann bist du einfach zu einem Verlag und hast gesagt Hallo hier bin ich?

00:13:29: Na ja tatsächlich, wie gesagt meine Frauen unterstützen, dann bin ich zu einem, ich glaub das kann ich sagen, eben der hier in Ulmende Kulturredaktion arbeiten habe gesagt Du wirst Studierst mal durchlesen weil es ist ja nicht so ganz einfach.

00:13:40: Du machst dich ja öffentlich und du machst dich auch letztendlich eingreifbar.

00:13:44: wenn da jeder sagt, ich hab da reinguckt nach zehn Seiten das kannst du nicht lesen, tut er denn auch weh?

00:13:49: Und ich habe es durchgelesen und gesagt, du pass auf.

00:13:51: Ich hab's zweimal gelesen, mach das!

00:13:53: Ja und dann habe ich das in einige Vorlage geschickt.

00:13:57: Du großartig sagst, ja wir hätten Interesse dran.

00:13:59: Wir wurden das verlegen und dann entscheidet man sich vereinen.

00:14:02: Und es war wirklich eine spannende Erfahrung ein Jahr lang das Ganze zu begleiten bis das dann tatsächlich irgendwann mal so einen Buch in den eigenen Händen hat.

00:14:08: Das ist schon ne spannende Geschichte gewesen

00:14:10: für mich.

00:14:10: Ja das glaube ich.

00:14:12: Wenn du dein Leben heute so anschaust was du da alles gemacht hast was du alles erlebt hast was immer noch erlebst du kommst hier gerade aus Bootswader warst er mit wem?

00:14:22: Nationalmannschaft bei der Staffel WM.

00:14:24: Das heißt, das sind nur die schnellsten Deutschen und die schnellesten von der ganzen Welt.

00:14:28: Leider kriegt es fast niemand mit weil leichter legt nicht so berührt wie der Fußball wo jedes Vortligaspiel kommt.

00:14:35: Ja da war ich jetzt gar nicht leichter in der Nationalmannenschaft unterwegs genau.

00:14:38: Also Wahnsinn was du alles erleben darfst!

00:14:40: Was würdest du deinem zwanzigjährigen Ich sagen wenn Du könntest?

00:14:45: Was würde ich meinem zwanzigeren Ich sagen?

00:14:47: Ich glaube ich bin für sehr vieles.

00:14:49: was ich in meinem Leben leben durfte ist sehr dankbar.

00:14:52: Man kriegt immer mal wieder einen auf die Mütze, das gehört glaubt dazu.

00:14:55: Und hinfallen gehört auch dazu.

00:14:57: und aufstehen und glaube ein bisschen bei sich bleiben oder bis zu einer eigenen Meinung stehen.

00:15:03: Ich war glaube ich bin nicht unbedingt der beste Diplomat.

00:15:06: Ich bin ehrlicher Mensch und ja ich glaube das würde ich sagen.

00:15:09: Ich glaube vieles von dem was ich mir damals gewünscht habe konnte ich irgendwo umsetzen und kann euch schon mit großer Dankbarkeit an mein Kindheit zurückdenken.

00:15:18: Warum glaubst du konntest du das alles umsetzten?

00:15:20: Da gehört Ehrgeiz dazu, man will vielleicht auch mal das Bewegen im Leben.

00:15:24: Es gehört Glück dazu und man muss gesund bleiben.

00:15:26: Man muss einen Umfeld haben wie eine Familie die einem einfach trägt und stützt.

00:15:30: Und ich habe zwar ganz tolle Söhne, die mich jeden Tag berühren wenn sie sehen ja da war ich emotional und von daher ja es gibt vieles was einfach schön waren in der ganzen Zeit.

00:15:41: Schön!

00:15:42: Also mit Dankbarkeit sollte man ein Interview immer aufhören.

00:15:45: Ja, sehr gerne.

00:15:46: Vor

00:15:47: allem wenn die Tränen kommen!

00:15:48: Danke lieber Christoph, schön dass du uns das erzählt hast und allen anderen kann ich es sagen ab und das Buch holen Die große Hoffnung von Christoph Bock.

00:15:56: viel Spaß damit Dankeschön.

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